Endlich schwanger werden - wenn Einnistung oder Festbeißen nicht klappt.


Wenn es für die Schwangerschaft mit dem Einnisten und Festbeißen nicht klappt – dann ist mehr Selbstliebe angesagt!

Wie Du nach Abgängen oder frühen Fehlgeburten wieder Hoffnung schöpfst für eine neue und gesunde Schwangerschaft.

Selbst damit zu kämpfen endlich schwanger zu werden, während rings um dich alle schwanger werden, das ist hart. Ich habe es selbst erlebt. Nicht nur die Ungeduld, die Sorgen, sondern auch die Verzweiflung von vier Abgänge und einer Fehlgeburt in der zwölften Woche. Ich kenne den Schmerz, wenn sich wieder mal ein Kind nicht festbeißen konnte. Hier erfährst du, wie ich damit umgehe und mit Selbstliebe zu mir und meinem Körper stehe.

Selbsthass ist keine Lösung!

Ja, es ist unfassbar schwierig den eigenen Körper zu lieben, wenn er das (vermeintlich) Simpelste der Welt nicht schafft: schnell schwanger werden und die Schwangerschaft bis zur gesunden Geburt halten. Vor allem, wenn in Deinem Umfeld alle Frauen in gebärfähigen Alter glücklich schwanger sind. Und es so aussieht, als ob so viele Frauen damit gar kein Problem haben schnell und gesund schwanger zu werden.

Doch es bringt uns nicht weiter, uns selbst zu hassen. Oder unsere Periode: Wir sehen sie als Beweis unseres monatlichen Versagens und hassen den Moment, wo uns mit ihrem Eintreffen die Hoffnung genommen wird und uns klar wird: Wieder nicht schwanger. Doch diese Sichtweise, so verständlich wie sie aus dem Schmerz und der Enttäuschung auch ist, ist leider nicht hilfreich. Selbsthass macht uns nicht fruchtbarer, gelassener, entspannter.

Als ich unter Tränen meinem Mann erklärte, dass sich bei mir kein Kind einnisten kann, weil ich kein gutes Zuhause für mein Baby bin, war der Punkt gekommen, an dem ich einen Schlussstrich zog: Schluss mit Selbsthass. Wenn ich von mir glaube, ja, felsenfest überzeugt bin, dass sich bei mir kein Kind einnisten kann und unser Unterbewusstsein dafür sorgt, dass wir immer Recht haben, wie soll ich denn dann jemals schwanger werden?

Selbstliebe für mehr Selbstwert

Wir sind darauf trainiert unseren Wert abhängig von außen zu machen. Sind wir erfolgreich, werden wir gelobt. Haben wir eine schwierige Aufgabe gemeistert, dann fühlen wir uns wertvoll. In der Konsequenz fühlen wir uns wertlos, wenn wir versagt haben. Wenn wir etwas nicht geschafft haben oder nicht das erreichen, was wir uns vorstellen.

Ich habe verstanden, dass unser Wert, mein Wert, unabhängig von unseren Leistungen ist.

Auf dieser Basis habe ich mich endlich eigenverantwortlich wirklich intensiv mit meinem Zyklus beschäftigte. Mir fiel auf was unsere Körper da jeden Zyklus Erstaunliches leisten. Und ich konnte meiner Gebärmutter (einem Teil von mir) endlich Wertschätzung entgegenbringen.

Es tat mir unendlich gut mir ganz bewusst und liebevoll die Hand auf den Unterbauch zu legen (ja, der ist bei mir gerundet und weich, statt flach und muskulös) und Wärme in den Beckenbereich zu schicken.

Als ich meine Verletztheit akzeptierte konnte ich heilen.

Indem ich meinen Schoßraum zum ersten Mal staunend und wertschätzend wahrnahm, konnte ich mir selbst endlich meine Verletztheit zugestehen. Ich habe mir via YouTube ganz gezielt Meditationen und Übungen rausgesucht, die mir halfen, meinen Schoßraum wahrzunehmen. Meinen Schmerz, den ich bis dahin hinter der Mauer von „Stärke zeigen“ und „Funktionieren müssen“ nicht fühlen wollte, konnte sich zeigen. Ich hatte befürchtet, es würde mich überfluten und mir keine Luft mehr zum Atmen lassen. Doch das Gegenteil war der Fall: als ich aus dem Widerstand ging, konnte ich aufatmen.

Nachdem ich mir den Schmerz bei all den enttäuschenden Untersuchungsergebnissen, frühen Abgängen und einer Fehlgeburt zugestand, konnte ich ihn loslassen.

Geheilte Weiblichkeit für mehr Empfänglichkeit

Es war eine heilsame Erfahrung, den Schmerz zu würdigen und mich selbst dadurch zu würdigen. So konnte ich wieder weicher, offener, empfänglicher und respektvoller mir selbst gegenüber werden. In der Konsequenz habe ich endlich nur noch sehr selten Momente des Selbsthasses, bin weniger am Zweifeln und auch sehr viel liebevoller zu mir, wenn ich in den Spiegel blicke. So kann ich Freude empfangen und Hoffnung.

Meine Einstellung jetzt: Selbstliebe, statt Selbsthass

Dank der Erkenntnisse, dass mein Selbstwert unabhängig von meinen Leistungen ist, dass mein Körper mein Freund ist und ich mit allen Emotionen gut umgehen kann, bin ich sehr viel gelassener und entspannter geworden.

Meine Kollegen empfinden mich als eine sehr positive und ausgeglichene Person. Das ist auch das Feedback aus meinem Freundeskreis. Man kommt gerne zu mir, weil ich so entspannend wirke.

Das tue ich, weil ich oft in mir ruhe. Ich gönne mir regelmäßig Pausen, egal ob drei Minuten mit meiner Kaffeetasse ohne To-Do-Listen-Check oder freie Wochenenden ohne Handy oder tägliche Spaziergänge, weil mir das gut tut. Ich bin in der Lage „Nein“ zu sagen, weil mein Wert eben nicht mehr von Anderen abhängt. Ich bin in der Lage mich selbst zu lieben, unabhängig von meinen Leistungen. Das erhöhte meine Lebensqualität enorm.

Jetzt bin ich zuversichtlich und entspannter

Deshalb bin ich nun sehr viel zuversichtlicher und entspannter beim Warten auf mein erstes Kind. Das macht mir die Kinderwunschzeit wieder leichter und schenkt mir Kraft und Zuversicht für jeden neuen Zyklus. So konnte ich die Kinderwunschzeit bisher für mich zur besten Zeit meines Lebens machen und werde auch die kommenden Tage mit Kinderwunsch wieder genießen. 

Dafür, wie mir das gelungen ist, interessierte sich auch die Zeitschrift Focus Online

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